Website für Startups

So baust du die perfekte Website für dein Startup

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Quelle / Artikel gefunden bei:
www.t3n.de

Die Website ist meist der erste Eindruck, den potentielle Investoren und Kunden von eurem Startup kriegen. In diesem Guide haben wir für euch die besten Tipps für die perfekte Startup-Website gesammelt – und auf was ihr achten solltet.

Projekt Website: Schnelllebigkeit und kurze Zyklen

„Als Gründer hat man wenig Zeit – und oft auch wenig Geld, um in teure Webauftritte investieren zu können.“

Warum gelten für andere Regeln als für „herkömmliche“ Websites? Warum findet man hier nicht Tipps zum perfekten UI, dem besten UX und theoretischem Grundlagenwissen über Marketing? Ganz einfach: Die Website eines Startups entwickelt sich schneller. Und als Gründer hat man wenig Zeit – und oft auch wenig Geld, um in teure Webauftritte investieren zu können. Auf der anderen Seite lastet die sogenannte „Time to Market“ auf den Schultern der Gründer. Proof of Concept, Prototyp, Beta-Stage: Es muss schnell gehen und ihr müsst beweisen, dass eure Idee — zumindest in den Grundzügen — funktioniert. Und genau das ist die Aufgabe euer Startup-Website.

Schnelllebigkeit und kurzen Zyklen sorgen dafür, dass in den Anfangsphasen gar nicht an einem umfassenden Corporate-Design oder einer umfassenden Unternehmenswebsite gearbeitet werden muss, Corporate Behaviour, Mission und Vision sind in diesen frühen Phasen wichtiger. Und gerade wer ein Startup im Web gründen will, weiß: Das Produkt selbst muss auch entwickelt werden. Wer will schon etwas bewerben, das noch nicht funktioniert. Richtig?

Falsch. Sobald ihr euch sicher seid, dass ihr den Schritt zum Startup wagen wollt, solltet ihr anfangen, Domains zu sichern und zumindest einen Onepager ins Netz zu stellen. Der hat vor allem einen Zweck: präsent sein. Daher reichen das Impressum und in Grundzügen die Vision des Startups – quasi als Online-Visitenkarten mit Newsletter-System, damit Menschen, mit denen ihr darüber gesprochen habt, sich etwas „bookmarken“ können – und um ein erstes „Onboarding“ zu ermöglichen.

Wichtig dabei: Nutzt Monitoring- und Tracking-Tools. Welche Erwähnung in Blogs oder der Presse erzeugen Besucherspitzen? Welches Event war am wichtigsten? Später wisst ihr dann, wie sich das Interesse für euer Produkt entwickelt hat – und woher es kam.

Wenn ihr einen Proof of Concept erbracht habt, ihr also wisst, dass eure Idee technisch funktioniert – dann ist es Zeit für den nächsten Schritt.

 

Ihr seid jetzt über eine reine Online-Visitenkarten hinaus. Die erste Frage, die ihr euch stellen müsst ist: Welchen Zweck soll eure Website haben? Wollt ihr das Produkt verkaufen? Wollt ihr Investoren finden? Wollt ihr in einen Inkubatoraufgenommen werden? Wollt ihr eine Crowdfunding-Kampagne starten? Oder wollt ihr Maoam?

Die Antwort darauf ist nämlich nicht nur essentiell für eure erste Content-Strategy, sondern auch für das Aussehen eures Content-Flow-Diagramms. Oder, ganz einfach die Antwort auf die Fragen: Welche Inhalte soll der Nutzer wann sehen – und wie ist die Gewichtung der einzelnen Informationsblöcke?

Wenn ihr Crowd-Investoren finden wollt, sollte ein entsprechendes Call-to-Action-Element ausreichend vorkommen. Wollt ihr, dass eure Besucher oder ein Inkubator an eurer Vision teilnehmen können, wird es eine Geschichte sein, die eure Nutzer als erstes wahrnehmen – und die auch in Erinnerung bleiben sollte.

Fragt eure Freunde, welche Informationen sie sich nach dem Websitebesuch merken konnten und welche Fragen offen geblieben sind. Feedback wie „Ich wollte mich beteiligen, finde aber kein entsprechendes Formular“ oder „Wie hilft mir das Produkt weiter?“ sind Gold wert, wenn es darum geht, die eigene Content-Strategy zu verbessern, denn: Die Website hat einen Zweck zu erfüllen.

Interessenten abzufangen, ist gerade in einer frühen Phase wichtig. Livechat-Software kann euch da weiterhelfen. So könnt ihr im Lauf des Gesprächs vielleicht Fragen beantworten, bevor sich der Nutzer selbst darüber im klaren ist – darüber hinaus habt ihr schon mal persönlichen Kontakt zu einigen potentiellen Kunden aufgebaut.

 

Responsive Webdesign, Mobile First, Adaptive-Buzzword-Bingo

Als Entwickler und Gründer muss ich sagen: Es kann manchmal sogar von Vorteil sein, keine Startup-Website für etliche Tausend Euro zu haben. Aber das kommt auf den Einzelfall an. Wenn ihr mit starkem Fokus auf Design gründet, ist Design auf jeden Fall wichtig. Anders sieht es aus, wenn ihr den nächsten Top-Infrastruktur-Service für Cloud-Anbieter baut – da könnte eine „teure“ Website danach aussehen, als ob ihr mit Geld nicht sorgfältig umgehen könnt. Und: Eine schöne Website, die nichts aussagt, wird auch auf mobilen Geräten nichts aussagen.

Soll heißen: Die Website muss zum Startup passen. Werdet euch früh darüber klar, welche Zielgruppe eurer Startup wie wahrnehmen soll. Das beginnt dabei, wie ihr eure Texte formuliert, Bilder farblich anpasst und wie sich eure Website „anfühlt“. Dabei kann übrigens Persona-Building helfen. Ihr wollt eine rührende und emotionale Story vermitteln — aber alle 300 Pixel wird ein blinkender Crowdfunding-Button angezeigt? Kann funktionieren, ist aber verdächtig. Und trotzdem: Ein Mindestgrad an mobiler Optimierung ist nötig, um den Internet-Gott Google milde zu stimmen, denn dieser straft nicht optimierte Websites ab.

Ihr habt einen Investor gefunden, mit dem ihr glücklich werdet und wollt die ersten Nutzer akquirieren? Dann wird es Zeit, den Inhalt auf potentielle Endkunden zu optimieren. Newsletter-Anmeldungen, Registrierungsprozesse und das Aufpolieren eines möglichen Backends stehen jetzt im Vordergrund – genauso wie ein ansprechendes Design.

 

Die Startup-Website: Es muss nicht von Tag 1 Top Notch sein

Lasst Profis ran – oder zumindest Menschen mit mehr Erfahrung auf dem Gebiet, als ihr sie habt. Eure Website hat einen Zweck – und der ist selten nur mit schöner Optik zu erreichen. Holt euch Feedback, ständig. Testet, ob eure Website die gesetzten Ziele erfüllt und analysiert euren Auftritt. Passt an. Repeat.

Investiert in Tracking und Analysen, in gute Inhalte, in Services, die euch leichteres A/B-Testing ermöglichen und nicht in einen Grafiker, der Apple kopiert oder der sich für Sir Jonathan Ive hält – denn selbst der hat iOS7 verbrochen.

Wenn ihr die ersten Käufer habt, die Zahlen stimmen und ihr euch auf das Wachstum konzentrieren wollt, wird es Zeit, das Corporate Design zu optimieren, denn schön sein allein bringt auf Dauer kein Geld. Oder Investoren. Oder Nutzer.

 

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